dotBERLIN geht an den Start

Vertrag für .berlin unterzeichnet/ berlin-Domains ab 2014 verfügbar

Vertrag für .berlin unterzeichnet/ berlin-Domains ab 2014 verfügbar

dotBERLIN wird zu den ersten neuen Toplevel-Domains gehören, die an den Start gehen. Mehr als acht Jahre sind ins Land gegangen, bevor nun endlich die ICANN-Veträge unterschrieben wurden. Heute, am 28.Oktober 2013 wurde der ICANN-Vertrag live auf der Bühne unterschrieben.

Dirk Krischenowski von dotBERLIN hat soeben live auf der Bühne mit Fadi Chehadé das Registry-Agreement unterschrieben! Damit steht dem Start von .berlin-Domains Anfang 2014 nichts mehr im Weg!

Stolz wie ein junger Vater hält Dirk Krischenowski den soeben unterzeichneten ICANN-Vertrag in die Luft. Mehr als acht Jahre: die Arbeit hat sich gelohnt!

Zu den über 100 Gesellschaftern und Sponsoren des dotBERLIN-Betreibers zählen der Berliner Innungsverband, weitere Innungen, die Berlin Tourismus & Kongress GmbH, BerlinOnline (Berlin.de), die Berliner Klassenlotterie, BTM Partnerhotels, Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Berlin, BFB BestMedia4Berlin (GelbeSeiten), der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) e.V. und weitere angesehene Berliner Unternehmen wie ALBA, Air Berlin, Grand Hyatt, Metadesign, STRATO, http.net oder newthinking.

Aber auch Berliner Business-Internet-Provider wie BB-ONE.net gehören zu den ersten Unterstützern und Sponsoren des Projektes.

 

Berlin-Domains: Zeitplan wird konkreter

17. Dezember 2012 – Los Angeles

Heute zog ICANN die Lose, die bestimmen, in welcher Reihenfolge die Prüfungsergebnisse der Bewerber um eine neue Top Level Domain veröffentlicht werden. Das Verfahren wurde mehrfach verändert, verschoben und erzeugte einigen Unmut. Nun aber steht die Reihenfolge der Prüfungen und damit auch die der Veröffentlichungen fest. Bei den Städte-Domains ist die Bewerbung um .berlin recht weit vorne: die Bewerbung der dotBERLIN GmbH & Co. KG wird als Nummer 423 evaluiert. Damit wird der Zeitplan für die Berlin-Domain klarer.

Suchmaschinen-Optimierung

Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschreibt, wie die Algorithmen der Suchmaschinen ausgenutzt werden, um Websites möglichst weit vorne auf den Fundstellenlisten zu plazieren. Kurz gesagt: SEO bringt Ihre WebSite bei Google voran.

Firmen und Organisationen führen Suchmaschinenoptimierung durch, um die Anzeige ihrer eigenen WebSite an oberster Stelle bei Nachfragen zu einem speziellen Thema sicherzustellen. Dabei werden sogenannte Schlüssel- oder Suchwörter berücksichtigt, welche die Internetnutzer  bei der Suche nach bestimmten Themen oder Inhalten als Zielwörter eingeben.

Beispiel: Jemand sucht nach “Jungunternehmen”. Darin enthalten sind Schüsselwörter wie Jugend, Unternehmen, junge Leute, Unternehmergeist etc. Gefunden werden Websites, die diese Begriffe mehr oder weniger gut in ihren Inhalten berücksichtigen.

Für Google und andere Suchmaschinen ist nun der Domainname selbst ein wichtiger Faktor, denn er wird mit Schlüsselwörtern verbunden, um eine Liste der Suchresultate zu produzieren. Je höher eine Organisation in den Suchmaschinen-Resultaten steht (Ranking), um so mehr Personen werden darauf klicken und um so mehr Besucher werden die Website aufsuchen, was dem eigenen Geschäft  zugute kommt. Daher deckt SEO einen wichtigen Bereich der Marketing- und Geschäftsaktivitäten ab.

Die neuen TLDs beeinflussen die Suchalgorithmnen und werden daher häufig ganz oben in den Suchgergebnissen gelistet werden. Aufgrund der neuen TLDs werden Websites einen deutlich höheren Stellenwert erhalten und allein basierend auf der verwendeten TLD von Nutzern als relevant für ihre Suche erkannt. Die Suchmaschine kann also mit spezifischeren Suchergebnissen aufwarten. Beispielsweise wird die Suche nach einem Hotel ein besseres Ergebnis mit der TLD .hotel liefern als mit .com, jeweils kombiniert mit dem Hotelnamen.

Gleiches gilt für Städte-relevante Suchen. Websites mit dem Städtecode am Ende des Domainnamens werden als erste in den Ergebnislisten erscheinen, sogar noch VOR den traditionellen Doomainnamen. Ein Restaurant in Berlin wird gesucht? Ein Restaurant-Name mit der  .BERLIN-TLD wird vor anderen, ähnlichen Restaurants mit der Endung.de erscheinen. Den Unterschied macht die Relevanz. Diese neuen TLDs verbessern die Relevanz einer Website und machen sie spezifischer. Es ist eben nützlich, wenn der Domainname gleichzeitig ein Schüsselwort ist.

Beispiel: Wenn ein spezielles Hotel in New York City gesucht wird und das Hotel erscheint im Internet mit einer unter .hotel registrierten Domain, dann wird hier der Google-Algorithmus mit Vorteil genutzt, weil die Online-Präsenz und der Seiteninhalt massgeschneidert auf die Suchbegriffe sind.

ICANN

Hinter jeder Web-Adresse, die Sie eingeben, steht eine Organisation, welche die Domainnamen der Internet Welt bereitstellt. Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ist zuständig für die weltweite Verwaltung und Zuteilung der sogenannten IP (internet protocol) Adressen, über welche die Domains mit dem Internet verbunden werden. Jeder Internet User ist von der Arbeit der ICANN betroffen, am deutlichsten zu spüren ist das an der Verwaltung der TLDs (top level domain names). Die meisten TLDs sind erkennbar durch ihre Einteilung in Länder-, Themen- oder organisationen-bezogene Kategorien. Wenn Sie .com, .co.uk, org, etc. eingeben, steht immer die ICANN dahinter.

ICANN arbeitet für die Förderung des Wettbewerbs und die Erhaltung der Stabilität des Internet. Sie ermöglicht, dass das Internet weltweit und breit gefächert arbeiten kann.

Die ICANN beschreibt sich auf ihrer Webseite wie folgt: “Die ICANN wurde 1998 gegründet. Es ist eine ‘not-for-profit Public Benefit Corporation’ mit Teilnehmern aus der ganzen Welt, die das Internet sicher, stabil und interoperabel gestalten wollen. Sie fördert den Wettbewerb und entwickelt die Richtlinie der Einzigartigkeit von Internetkennungen.” Im Wesentlichen ist die ICANN also verantwortlich für die Koordination des ‘Internet Namens Systems’ (INS).

ICANN ist bis zu einem gewissen Grad über einen beratenden Ausschuss mit der amerikanischen Regierung verbunden, welcher als Regierungsvertreter im Verwaltungsrat sitzt. Es gibt ebenfalls einen Ombudsmann, welcher quasi als „Bürgerbeauftragter“ „Best Practice“ und Fairplay gewährleisten soll. Die Struktur der Organisation ist so stabil, wie man von so einem großen Unternehmen mit globaler Reichweite erwarten würde. Sie umfasst einen Präsident/CEO und Mitarbeiter in ihren operativen Bereichen. Sie wird von einer technischen Arbeitsgruppe, der Internet Engineering Task Force, und mehreren beratenden Ausschüssen unterstützt. All dies wird vom Board of Directors beaufsichtigt, die wiederum vom Ombudsmann überwacht werden. Dieser Bürgerbeauftragte des Internets wird durch einen Nominierungsausschuss gewählt und leistet gegenüber dem Beratenden Regierungsausschuss Rechenschaft zur Transparenz und Qualität der Dienstleistung.

ICANN versteht sich als Koodinator, nicht als Kontrolleur des Internets. Das Unternehmen kontrolliert daher mit Ausnahme eigener Veröffentlichungen keinerlei Informationen oder Inhalte des World Wide Web, sondern ausschließlich das namenstechnische Ordnugnssystem des Internets, so dass es sauber und fehlerfrei läuft. Dazu gehört, dass die Einzigartigkeit von Webaddressen gesichert ist und eine Verwechselung bei den individuellen WebSites ausgeschlossen bleibt.

Seit kurzem akzeptiert ICANN die Einführung neuer TLDs. Die Erweiterung des generischen Top-Level Domainraums ermöglicht einen höheren Grad der Innovation und Auswahl. Man ist sich grundsätzlich einig, dass die neuen TLDs vorteilhaft für das Internet und dessen Nutzung sein werden.

Die folgende Graphik zeigt die Organisationsform der ICANN.

Multi-Stakeholder-Modell der ICANN

Multi-Stakeholder-Modell der ICANN

Warum Stadt-TLD ?

Warum führt ICANN neue Top Level Domains, speziell Städte-Domains ( Stadt-TLD ) ein? Für viele Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen ist die Jagd nach dem richtigen Namen ein harter Konkurrenzkampf. Dieser Wettbewerb verstärkt sich durch den Umstand, dass Firmen identische Geschäftszwecke verfolgen. Beispielsweise wird ein Sportgeschäft in New England unter dem gleichen Namen geführt wie ein Laden in Texas – aber wer bekommt den Domainnamen? Wenn ein Laden die Endung “.com” erhält, der andere “.shop” können beide ihre Waren im Wettbewerb des Internet-Marktplatzes verkaufen. Ebenfalls können zwei Produkte aus verschiedenen Industriezweigen unter dem gleichen oder ähnlichen Namen patentiert sein, so kann die Wahl einer industrie-spezifischen TLD das Problem der Unterscheidbarkeit sehr einfach für beide Unternehmen und die Internetnutzer lösen.
Das beste Beispiel für den Kampf um gute Domainnamen liefert die Filmindustrie. Viele Filmtitel sind gleichzeitig Domainnamen anderer WebSites. Sie können einen Domainnamen, der mit dem Filmtitel identisch ist, nicht für sich einfordern. Viele Film-Domainnamen müssen unter [Filmname]derfilm.de geführt werden. Die Suche nach einem Film kann Sie auf vollkommen filmfremde Inhalte führen. Auch wenn der WebSite-Besuch für das Unternehmen vorteilhaft sein mag, den WebSite-Besucher führt es in die entgegengesetzte Richtung weg vom Film.
Derzeit schätzt man 1,6 Milliarden Nutzer des World Wide Web – mit steigender Tendenz. Gleichzeitig wachsen die Anforderung der Nutzer an Regierungen und Organisationen nach weltweiten superschnellen Breitbandverbindungen. und immer mehr Unternehmen verlagern ihre Aktivitäten in Onlinegeschäft. Leider wächst auch parallel hierzu die Cyberkriminalität. Dieser steigende Druck auf das Internet scheint nicht sehr bald nachzulassen, daher wird die Einführung neuer TLDs die Lasten verteilen. Sie werden den Internetverkehr aufteilen, die Möglichkeiten für alle Nutzer erweitern und die drohende Überlastung der bestehenden Domains abwenden.
Da sich die Nutzung des Internets sich teigert, Volkswirtschaften sich öffnen, Grenzen und Barrieren bei der Kommunikation verschwinden, ist es sinnvoll, dass das Internet auf die wachsende Kommunikation und Transparenz selbst reagiert. Neue TLDs werden dabei helfen, Auswahl, Innovation, global verknüpfte Netzwerke ebenso anzustoßen als ebenso neue Möglichkeiten für Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen zu schaffen. Sie werden dazu beitragen, das Internet als das brilliante, offene Werkzeug zu erhalten, wie wir es heute kennen.